Deutsch lernen

Informationen für Geflüchtete und Ehrenamtliche

Das Angebot von Deutschkursen in Hannover ist vielfältig. Zur besseren Übersicht hat der UFU aktuelle Listen zusammengestellt. Die Links sind weiter unten zu finden:

  • Integrationskurse

    Nach Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BaMF). Ein Integrationskurs umfasst mehrere Module Deutsch sowie einen sogenannten Orientierungskurs zur politischen Bildung. Integrationskurse gibt es z.B. auch mit Alphabetisierung aber auch in anderen speziellen Varianten. Sie werden nur von dafür zugelassenen Bildungseinrichtungen angeboten, z.B. der Volkshochschule. Genaueres zu den Kursen sowie zu den Zulassungsvoraussetzungen erfahren Sie auf der Website des BaMF: Integrationskurse
    Vor der Zuteilung eines Kursplatzes wird ein Einstufungstest durchgeführt.
    Downloadlink zur UFU-Liste von Kursanbietern

  • Allgemeine Deutschkurse

    Neben den Integrationskursen bieten Bildungseinrichtungen und Sprachschulen auch Deutschkurse an, die keine speziellen Zulassungsvoraussetzungen haben und sich nicht an eine spezielle Zielgruppe wenden. Auch für diese Kurse findet zunächst ein Einstufungstest statt.

    Downloadlink zur UFU-Liste von Kursanbietern

  • Spezielle Flüchtlingskurse

    Einige Bildungseinrichtungen haben spezielle Kurse im Programm, die sich an geflüchtete Menschen wenden und auf deren besondere Bedürfnisse und Lernbedingungen zugeschnitten sind. Sie sind als Einstieg ins Deutschlernen gedacht und sollen die Zeit überbrücken, bis ein allgemeiner Deutschkurs oder Integrationskurs besucht werden kann. Sie sind i.d.R. kostenlos. Wenn sie in Räumen der Bildungseinrichtung stattfinden, können evtl. auch die Fahrtkosten erstattet werden – bitte erkundigen.
    Zumeist werden Flüchtlingskurse aber in den Stadtvierteln durchgeführt, manche auch in Gemeinschftsunterkünften.
    link zur UFU-Liste der kostenlosen Stadtteilangebote

Wie findet man einen geeigneten Deutschkurs?

Informationen zum Kursangebot findet man auf den Websites der einzelnen Bildungseinrichtungen oder in deren Programmheften oder Info-Flyern.

Geflüchtete, die in Flüchtlingsunterkünften wohnen, können sich an das Integrationsmanagement-Team der Stadt Hannover oder die Sozialarbeitenden in den Gemeinschaftsunterkünften wenden.

Geflüchtete Personen mit anerkanntem Status, die in einer eigenen Wohnung leben, können sich an die Migrationsberatung z.B. der folgenden Einrichtungen wenden:

  • Arbeiterwohlfahrt (AWO)
    Deisterstraße 85, 30449 Hannover (Beratung auch in Garbsen, Lehrte, Langenhagen) [Mehr Informationen]
  • Caritasverband Hannover
    Leibnizufer 13-15, 30169 Hannover [Mehr Informationen]
  • Deutsches Rotes Kreuz Hannover
    Karlsruher Str. 2b, 30519 Hannover [Mehr Informationen]
  • Diakonisches Werk Hannover
    Burgstraße 10, 30159 Hannover (Beratung auch in Bemerode, Garbsen) [Mehr Informationen]

Ehrenamtliche Unterstützung beim Deutschlernen

Da es inzwischen ein breites Angebot an Deutschkursen von Bildungseinrichtungen gibt, verlagert sich die ehrenamtliche Hilfe beim Deutschlernen zunehmend auf die kursbegleitende Einzelunterstützung. Da den UFU immer wieder entsprechende Anfragen erreichen, möchten wir – die Arbeitsgruppe Deutsch im UFU – solche Einzel-Hilfe vermitteln. Dazu führen wir eine Liste von potenziellen Deutschlern-Helferinnen und-Helfern, die wir ständig erweitern. Je mehr Personen sie umfasst, umso besser!

Wenn Sie sich vorstellen können, ehrenamtlich eine solche Aufgabe zu übernehmen und möglichst auch bereits Unterrichtserfahrung haben, ist Ihr Engagement sehr willkommen. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail, um sich genauer zu informieren bzw. anzumelden.

Wo wird Hilfe gebraucht und welche Anforderungen bringen die Aufgaben mit sich?

  • Deutschkurs-Unterstützung
    Hierbei geht es darum, jemanden dabei zu unterstützen, den Deutschkurs, den er/sie besucht, erfolgreich abzuschließen. Das bedeutet, dass Sie sich mit dem im Kurs verwendeten Lehrwerk vertraut machen, um ihrem Schüler bzw. Ihrer Schülerin z.B. die Hausaufgaben zu erklären oder mit ihm/ihr zu üben. Dazu sind nicht nur gute Grammatikkenntnisse erforderlich, sondern auch die Fähigkeit, jemandem etwas auf einfache Weise und in einfacher Sprache zu erklären.
    Zeitaufwand: ein- oder zweimal pro Woche ca. 90 Minuten.
  • Sprachliche Unterstützung begleitend zum Berufsschulunterricht
    Das Ziel dieser Unterstützung ist, dass eine betriebliche oder handwerkliche Ausbildung nicht an Sprachproblemen scheitert. Das bedeutet z.B.: Regeln, Erklärungen oder Texte, die im Berufsschulunterricht aus sprachlichen Gründen nicht verstanden wurden, in einfacherem Deutsch umschreiben oder erklären, die Aufgabenstellung bei Hausaufgaben in einfachere Worte fassen, Fachbegriffe umschreiben und verständlich machen etc. Vielleicht haben Sie sogar selbst berufliche Erfahrung in dem betreffenden Berufsfeld – das wäre natürlich besonders hilfreich!
    Zeitaufwand: ein- oder zweimal pro Woche ca. 90 Minuten.
  • Ein-Personen-Deutschkurs
    Manchmal ist ein Flüchtling aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder der familiären Situation nicht in der Lage, an einem regulären Deutschkurs teilzunehmen. In diesem Fall suchen wir eine ehrenamtliche Lehrkraft, die mit dem Schüler / der Schülerin ein Deutsch-Lehrbuch in individuellem Tempo durcharbeitet. Auch hier wäre es wichtig, mit Grammatikbegriffen und –regeln vertraut zu sein und gut erklären zu können.
    Zeitaufwand: zwei- oder dreimal pro Woche ca. 90 Minuten.

Machen Sie doch mit bei unserem neuen Projekt als Deutschlernhelfer*in.

Download Flyer Deutschlernhelfer*innen

Wie kann eine geflüchtete Person solche Einzel-Unterstützung bekommen?

Wenn Sie als Ehrenamtliche oder Sozialarbeiter*in eine geflüchtete Person kennen, die in einem der drei genannten Fälle Hilfe benötigt, wenden Sie sich bitte per E-Mail an die AG Deutsch. Wir werden versuchen, Unterstützung zu vermitteln.